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Literatur [Bearbeiten]
Ludwig Ganghofer ließ eine ganze Reihe seiner Romane im Berchtesgadener Land spielen, aber auch die norwegischen Schriftsteller Jonas Lie und Henrik Ibsen haben sich hier aufgehalten und möglicherweise davon auch inspirieren lassen.
Musik [Bearbeiten]
* Die Kindersinfonie (Originaltitel: Berchtoldsgaden-Musik, d.i. Berchtesgaden-Musik) ist eine Kammerkomposition aus der Zeit vor der Wiener Klassik, und in ihr kommen neben der üblichen Orchesterbesetzung sieben typische Kinderinstrumente der Berchtesgadener War zum Einsatz. Die Urheberschaft für dieses Werk ist unklar - als mögliche Komponisten galten bislang Leopold Mozart, dessen Schüler Johann Rainprechter, Joseph Haydn oder dessen Bruder Michael Haydn, nach neueren Erkenntnissen scheint jedoch Edmund Angerer der tatsächliche Komponist dieses Werkes gewesen zu sein.
Sagenwelt [Bearbeiten]
Blick auf den Untersberg
Nicht zuletzt die Berchtesgaden einrahmenden Berge bilden den Hintergrund für zahlreiche Sagen:[4]
* Allen voran ist das zum Wahrzeichen gewordene Watzmann-Massiv sagenumwoben. So werden seine neun Gipfel als Königsfamilie gedeutet, die wegen ihrer Grausamkeit versteinerte. Wobei der aus drei Gipfeln (Hocheck, Mittelspitze, Südspitze) bestehende Hauptberg den König, der gegenüberliegende Gipfel die Königin (Watzmannfrau) und die sieben dazwischen liegenden Gipfel die Kinder symbolisieren.
* Der Untersberg gegenüber, der sich ins benachbarte Salzburg erstreckt, dient der Sage nach einem Kaiser als Behausung. Je nach Erzählweise harren hier Kaiser Karl der Große oder Friedrich Barbarossa in todesähnlichem Schlaf, um beim Jüngsten Gericht oder wenn Unglauben und Gewalt den höchsten Grad erreichen mit ihrem Heer für das Gute den Sieg zu erringen. In einer anderen Version heißt es, der Kaiser schliefe dort, bis sein Bart sieben mal um den Tischfuß gewachsen sei.
* Neben diesem schlafenden Heer sollen im Untersberg aber auch Riesen (Riese Abfalter), so genannte Wildfrauen, die ähnlich den Heinzelmännchen gute Dienste leisteten, und natürlich auch Zwerge (Untersberg Manndln) gehaust und gewirkt haben.
* Nicht zu vergessen der Teufel, der die Wilde Jagd anführt und nicht nur auf einer Teufelskopf genannten Felswand der Reiteralpe seine Spuren hinterlassen hat sowie zahlreiche Geister, die auf Bergen und als ertrunkenen Seelen in den Seen zum Guten mahnen oder auch zum gespenstischen Kegelspiel einladen.
* Für den Ursprung des Namens Berchtesgaden gibt es gleich mehrere Sagen: Nach einer leitet er sich von der Sagengestalt Berchta bzw. Perchta ab, die auch mit Frau Holle gleichgesetzt wird. Eine andere behauptet, er wäre einem gewissen Berchtold zu verdanken, dem eine Nixe vom Königssee den Weg zum Salz und zur rechtschaffenen Arbeit als Bergmann im noch heute existierenden Salzbergwerk Berchtesgadens gewiesen hätte.
Verkehr [Bearbeiten]
Durch das heutige Kreisgebiet führt der 1860 eröffnete Abschnitt Rosenheim - Salzburg der bayerischen Maximiliansbahn, mit dem München und Salzburg verbunden wurden. Sie erhielt in der Grenzstadt Freilassing durch die Bayerische Staatsbahn einen wichtigen Knotenbahnhof, seit 1866 hier die Bahn nach Bad Reichenhall abzweigt, die 1888 über die schwierige Steilstrecke bis Berchtesgaden verlängert worden ist. Seit 2006 ist die Bahnstrecke FreilassingBerchtesgaden in das S-Bahnsystem von Salzburg integriert.
1890 wurde die Bahnverbindung von Freilassing nach Norden zunächst bis Laufen an der Salzach und 1894 weiter in Richtung Mühldorf eröffnet.
Als Verlängerung der Salzburger Lokalbahn nahm 1907 eine elektrische Staatsbahnstrecke von der Landesgrenze bei Schellenberg den Betrieb nach Berchtesgaden auf, der Abschnitt wurde aber 1938/39 für den Bau einer nie vollendeten zweigleisigen Hauptbahn nach Salzburg stillgelegt. Von 1909 bis 1966 verkehrte von Berchtesgaden die Königsseebahn weiter zum Königssee. Die wichtigste Fernverkehrsanbindung des Landkreises ist die Bundesautobahn 8 von München kommend nach Salzburg mit den Anschlussstellen Piding und Neukirchen, der Behelfsanschlussstelle Anger sowie der Halbanschlussstelle am Walserberg. In Längsrichtung von Berchtesgaden bis Laufen und von hier aus weiter nach Norden zieht sich die B 20 als Verkehrsachse durch den Landkreis. Die Deutsche Alpenstraße B 305 beginnt in Berchtesgaden und stellt für den südlichen Landkreisteil die kürzeste Anbindung an den Nachbarlandkreis Traunstein dar. Die Bundesstraße 21 ist die kürzeste Verbindung zwischen dem Norden des österreichischen Bundeslandes Salzburg und Tirol. Die Route stellt deshalb eine bedeutende Transitstrecke für das Nachbarland Österreich dar ("kleines deutsches Eck").
Panoramastraßen erschließen die einzigartige Bergwelt, z. B. die Roßfeldhöhenringstraße (mautpflichtig, Scheitelpunkt 1600 m), die Kehlsteinstraße (nur Busbetrieb, bis 1700 m) oder die Hochschwarzeckstraße.
Das Berchtesgadener Land ist gut an den Luftverkehr angebunden. Der internationale Flughafen Salzburg ist vom Landkreis aus in wenigen Kilometern zu erreichen. Der internationale Flughafen München ist ca. 1,5 Autostunden entfernt.